Schraubengarten
Material: Beton, Betonpflanzsteine, Alteisen
Dimension: ???
Entstehungsjahr: 2023 im Symposium „im Zug der Zeit“ im Heizhaus Strasshof
Im „Schraubengarten“ von Berthild Zierl werden recycelte Pflanzsteine, die einst der Hangsicherung einer Bahnböschung dienten, zu Trägern einer neuen, poetischen Ordnung. In Beton eingegossene Schrauben und ausrangierte Eisenteile scheinen darin wie Blüten aufzuwachsen. Seine besondere Spannung entfaltet das Werk nach der Fertigstellung: Das Eisen arbeitet weiter, verändert im Lauf der Jahre Farbe und Oberflächenstruktur und lässt die eigenwilligen Blüten des „Schraubengartens“ fortwährend lebendig bleiben.
Berthild ZIERL
Berthild Zierl entwickelt einen malerischen Ausdruck, der nicht Abbild der Natur sein will, sondern ihr als eigenständige künstlerische Entsprechung gegenübertritt. Ihre Arbeiten verbinden experimentelle Verfahren mit persönlicher Erinnerung und einer unverwechselbaren Handschrift.
In vielschichtigen Malschichten entstehen abstrakte Landschaften und offene Bildräume. Papiere, Karton und haptische Materialien erweitern manchmal die Oberflächen; Risse, Aufrauhungen und Brüche legen verborgene Ebenen frei und erzeugen strukturelle Tiefe.
Zierl ist Präsidentin der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, Landesverband Wien, Niederösterreich und Burgenland, sowie Vizepräsidentin des Zentralverbands der Standesvertretung für in Österreich lebende Künstlerinnen und Künstler.
Auszeichnungen:
- 2019, Ehrenurkunde für den Beitrag zur Förderung der bulgarisch-österreichischen Beziehungen und die Vermittlung und Verbreitung der bulgarischen Kunst und Kultur in Österreich, verliehen vom Ministerium für Kultur der Republik Bulgarien.
- 2024, Verleihung des goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
